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Andacht

Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.   Hebräer 11,1

 

Diese Monate unseres Kirchenjahres sind geprägt von Ostern, den anstehenden Konfirmationen, den Erinnerungen an die Konfirmation von vor 50 Jahren, Pfingsten und unsere katholischen Glaubensgeschwister feiern Fronleichnam.

Bei allem spielt der Glaube eine feste Rolle. Ostern ist das Fest unseres Glaubens, grundlegend für alle Hoffnung, die es auf Erden gibt. Gott wurde Mensch, wir haben Weihnachten gefeiert, und nun Ostern, an dem wir die Auferstehung Jesu feiern. Seitdem sprechen wir von der Hoffnung, die Gott in unser Herz gepflanzt hat.

Davon erzählen wir auch den Konfirmandinnen und Konfirmanden, die wir konfimieren werden , auch wieder in der Hoffnung, dass Gott ihren Lebensweg begleitet und sie Gott als Hilfe und Halt erfahren in ihrem Leben, besonders in den schwierigen Zeiten. Davon können die goldenen Konfirmanden sicher vieles erzählen und wir sollten als Gemeinde da sein und ihren Erzählungen zuhören. Sie werden Geschichten erzählen von problemlosen Zeiten, aber auch von Zeiten, in denen  ihr Glaube auf eine harte Probe gestellt wurde. Ich kenne auch Geschichten von ihnen, die davon erzählen, dass der Glaube daran zerbrochen ist. Gerade ihnen wünsche ich, die Barmherzigkeit Gottes wieder erfahren zu können, die uns hilft, die Klippen des Lebens umschiffen können.

Unsere Zeiten heute scheinen oftmals dagegen von Unbarmherzigkeit, Friedlosigkeit, Sturheit und manchmal dumpem Glauben bestimmt zu sein, in dem nur der Mamon und das Ego zählt. Unsere christlichen Werte sind anders. Sie sprechen von Barmherzigkeit, Frieden, Demut und von dem, was Hebräer im zweiten Teil des Spruches schreibt, dem Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht. Diese Werte sollten uns begleiten und unser Handeln bestimmen. Erst dann beweisen wir der Welt, dass sie besser sein kann, als es scheint. Es liegt auch und gerade an uns selbst.

Gott stärke immer wieder unseren Glauben, um diesen Werten einen wieder großen Raum in unserer Gesellschaft und Welt zu geben. Ostern und der dort neu geborene Glaube der Christen sollen uns daran erinnern.

Ich wünsche Ihnen gesegnete Ostern, wo auch immer sie dann sind.

 

Ihr

Günther Albrecht