Andacht

Monatsspruch Juni

Vergesst die Gastfreundschaft nicht, denn durch sie haben einige, ohne es zu ahnen, Engel beherbergt.                          Hebräer 13,2

 

Endlich ist Sommer und hoffentlich ist auch Sommer. Warm und Garten, grillen und schwimmen gehen. Die Kinder sind auf der Zielgerade zum Ende des Schuljahres, die Ferien winken als verdienter Lohn und Mühe für ein ganzes Schuljahr. Vielleicht ist dort nicht alles so gelaufen, wie sich Kinder und Eltern das erhofft haben, aber selbst eine Wiederholung eines Schuljahres ist noch kein Beinbruch. Es gibt tatsächlich Schlimmeres, das kann man lernen, wenn man sich vor Augen hält, was alles so im Kinderhospiz abgeht oder die vielen Kinder, die ein Leben lang mit z.T. schlimmen Behinderungen klar kommen müssen.

Da ist es viel besser, sich auf das Schöne in den Ferien zu freuen. Viele werden da wieder die Gastfreundschaft von anderen Menschen genießen, die sie im Urlaub haben.

Von diesem traditionellen Grundrecht eines Menschen spricht auch der Hebräerbrief in seinem letzten Kapitel, dass mit der Überschrift versehen ist: Letzte Ermahnungen. Diese gelten uns Christen, an die dieser Brief gerichtet ist und er ist voll mit Selbstverständlichkeiten. Gastfreundschaft, an Gefangene und Misshandelte denken, die Ehe in Ehren halten, nicht geldgierig zu sein usw. Alles gute und letzte Ermahnungen. Sie galten den Menschen damals und uns heute erst recht.

Wie oft wird die Gastfreundschaft in unserer Gesellschaft in Frage gestellt, wie oft wird viel zu emotional und oftmals auch ungerecht über die Flüchtlingsthematik gesprochen. Wir verschweigen aber auch nicht, dass das Gastrecht oftmals missbraucht worden ist. Natürlich kann man darüber trefflich streiten.

Aber, bei allem, so sagt es der Hebräerbrief, bleibt fest in der brüderlichen Liebe. Das sollte uns antreiben in allem, was wir tun. Wenn unsere Kinder in der Schule versagen, habt sie lieb und gebt ihnen eine zweite Chance. Wenn in allen Diskussionen um politische Themen die „Immerrechthaber“ auftreten, habt sie lieb und versucht weiter sie mit Worten zu überzeugen.

Erinnern wir uns dabei an Jesus, der uns den Weg der Liebe vorgelebt hat. Das ist unsere vornehme Pflicht als Christen. Im Urlaub, auf der Arbeit und sogar in der Kirche.

Ich wünsche Ihnen Erholung und eine gute Zeit, bis wir uns wiedersehen behüte euch Gott.

Ihr

Günther Albrecht