Andacht

Monatsspruch Juli

 

1.Könige 19,7:Der Engel des Herrn rührte Elia an und sprach:Steh auf und iss! Denn du hast einen weiten Weg vor dir.

 

 

Liebe Leserinnen und Leser,

es ist Sommer geworden und es ist nichts so normal, wie es immer war. Im Mai, als diese Zeilen geschrieben wurden, war über Lockerungen im Zeichen der Coronakrise die Rede, einiges wurde wieder zugelassen, aber ob es so in den Sommer hinein weitergeht, ich weiß es nicht. Vieles wurde dieses Jahr abgesagt, Konzerte, Konfirmationen wurden verschoben, Taufen auch und viele Traupärchen sind traurig, weil ihr großer Tag der Krise zum Opfer fiel. Eigentlich wären viele gerade in den Sommerferien unterwegs in den Urlaub, aber ob er stattfinden oder nicht, keiner kann es jetzt so genau sagen.

Überall macht sich Unsicherheit und Unzufriedenheit breit. Auch viel Ungeduld ist dabei. Diese 3 Dinge in einem Topf, da wartet man förmlich auf die Explosion. So manch ein Mensch ist in diesen Tagen auch psychisch angegriffen und die Selbstmordrate ist gestiegen. Wo Hoffnungslosigkeit sich breit macht, bahnt sich die Verzweiflung ihren Weg.

Der Prophet Elia war auch verzweifelt. Er hatte gerade den Kampf gegen die Baalspriester gewonnen, aber schon waren sie ihm auf den Fersen und er wünschte sich, so heißt es in Vers 4 des 19.ten Kapitels, zu sterben. Aber Gott hatte andere Pläne mit ihm und in der Nacht, als er schlief, erschien ihm ein Engel und sagte ihm:Steh auf und iss. Und er stand auf und aß. Er mußte tatsächlich einen weiten Weg gehen, 40 Tage und 40 Nächte durch die Wüste bis zum Berg Horeb, wo ihm der Herr erschien und ihn tröstete. Dort gab er ihm auch einen neuen Auftrag, einen allerdings nicht friedlichen. Krieg und Kriegsgeschrei waren in der damaligen Welt deutlich zu hören und so ergeht es vielen Menschen auch heute noch. Es gibt immer noch  Kriege, obwohl diese zeit uns eigentlich etwas anderes lehren sollte.

Ich erlebe aber auch viel Solidarität. Ob mit den alten Menschen in Eiserfeld, die eingekauft bekommen. Oder den wohnungslosen Menschen, auch Obdachlose genannt, denen man hilft durch Lebensmittelspenden oder anderen Hilfen. Man denkt an die, denen es nicht so gut geht wie den anderen. Das tut gut, nicht nur zu hören oder zu sehen. Das tut gut in einer Zeit, wo keiner so recht weiß, wohin wird der Weg uns führen wird. Das läßt einen auch darüber nachdenken, wie könnte die Welt nach Corona aussehen?

Wie bei Elia, es geht weiter mit Mord und Totschlag? Oder besser mit Frieden, Liebe und Barmherzigkeit, so wie Jesus es uns gepredigt hat.

Viele Zeichen machen mir da Mut, viele positive Erlebnisse und Berichte in diesen Tagen sind Hoffnungsträger für eine Zukunft, die besser sein kann, wenn wir aktiv daran mitarbeiten. Zum Schluss hoffen wir, dass wir uns wieder um unsere Angehörigen in den Altenheimen und Kliniken kümmern können. Das Kinder wieder nach den Ferien fröhlich in die Schule gehen können, das kleine Kinder wieder fröhlich in den Kindertagesstätten spielen könne, dass wir wieder Gottesdienste feiern können, in denen auch gesungen werden darf. Wir freuen uns darauf und hoffen, dass diese Dinge wieder Normalität sind. Anderes, auf das wir gerne verzichten können, kann wegen mir wegbleiben, dazu zählen unter anderem Egoismus, ungebremste Klimaschädigung und Rücksichtslosigkeit.

Ich wünsche allen erholsame Ferien, ein wenig Zeit zum nachdenken, zum feiern und was ihnen sonst noch Spass macht. Genießen Sie ihre Freiheit, aber denken Sie auch daran, Freiheit ist nur solange Freiheit, wie sie die Freiheit anderer nicht einschränkt (m.W. frei nach Immanuel Kant).

In diesem Sinne grüßt Sie herzlichen

Günther Albrecht

 

   

   

   

   

   

   

   

   

   

   

   

   





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