Andacht

Mache dich auf, werde Licht, denn dein Licht kommt und die Herrlichkeit des Herrn geht auf über dir.                       Jesaja 60,1

 

Liebe Leserinnen und Leser,

 

Kinder, wie die Zeit vergeht, Kinder wie die Welt sich dreht. Wenn man in den Geschäften ist, wo es Lebensmittel zu kaufen gibt, hat man den Eindruck, es ist schon seit Oktober Weihnachten. Fast scheint es so, als ob man es nicht mehr abwarten kann. Die Christstollen und all die anderen Leckereien, bei dem einem das Wasser im Munde zusammenläuft, gibt es schon zu kaufen und dass alles in einem Herbst, der mit strahlendem Sonnenschein von sich reden macht. Die Blätter sind im hellen Sonnenlicht bunter wie nie und trotz der Kälte, auch 12 Grad empfinden wir ja jetzt schon als sehr kalt, schenkt uns Gott in diesen Tagen, die eigentlich von Dunkelheit geprägt sind, mehr Licht als sonst. Aber Licht ist hier ein Sinnbild für Christus. Licht und Herrlichkeit sind hier die prägenden Worte und jeder denkt sofort an die weihnachtlich geschmückten Bäume und Straßenzüge. Sie alle haben ihren Ursprung genau hier. Gott hat Licht in das Dunkel der Welt gebracht durch die Geburt Jesu und die feiern wir, wie jedes Jahr, in unseren Gottesdiensten zu Weihnachten und in der Familie.

Gleichzeitig verabschieden wir das alte Jahr. Gott weiß, was es alles gebracht hat und es ist gut zu wissen, dass Gott alles in seinen barmherzigen Händen hält. Viele werden traurig zurückblicken und andere sehen die Erfolge in diesem Jahr. So widersprüchlich das ist, so widersprüchlich zeigt sich uns das Leben. Auch in unserer Gemeinde  mussten wir in diesem Jahr wieder Abschied nehmen von vielen Menschen, durften uns aber auch über Geburten von Kindern und Trauungen freuen. Dies brachte viele Veränderungen mit sich. Veränderungen machen uns zuerst Angst, weil es eine Abkehr von vielleicht über viele Jahre Gewohntem ist. Hannes Wader hat es einmal so besungen: So vergeht Jahr um Jahr und es ist mir längst klar, dass nichts bleibt, dass nichts bleibt, wie es war.

Sicher hat er Recht, dass es uns auch klar ist, dass Veränderung nicht aufzuhalten ist.

Die Veränderung in unserer Gemeinde, wir werden zu einer großen Gemeinde, Ev.-Ref. Emmaus Kirchengemeinde Siegen. Auch da gibt es Veränderungen, s. im Innenteil die Beschreibung der neuen Seelsorgebezirke. Es verändert sich und das macht einem schon mal Angst und da ist es gut, sich zu erinnern. DEIN LICHT KOMMT, so sagt es Jesaja. Das ist schon viele tausend Jahre her und das Schöne daran ist, es gilt auch noch heute. Unser Licht in Person von Jesus Christus ist gekommen und wir erinnern uns wieder daran. Und er ist ein Symbol gegen all das Dunkle und Erschreckende in dieser Welt. Denn der Glanz von Ostern, das helle Licht hinter dem Kreuz zeigt uns die Wärme und Barmherzigkeit Gottes, die er am Ende für uns bereit hält. Daran zu glauben und darauf zu vertrauen heißt, sich auf den Weg zu machen, selber Licht zu werden und dieser Welt zu erzählen, durch alle Not, Zweifel und Elend begleitet uns Gott und schenkt uns am Ende unendliche Freude.

Ich wünsche Ihnen an der Schwelle zum neuen Jahr, dass sie die gütige Hand Gottes spüren , die Ihnen den Weg weist. Und  hören Sie nicht auf, davon zu erzählen.

Es grüßt Sie alle herzlich

Ihr

Günther Albrecht